Sonntag, 27. November 2005

Erfahrungen in Worte fassen

"Sie sehen so aus, als seien Ihre Erfahrungen noch nie in Worten ausgedrückt worden." Mit diesen Worten erwachte ich heute morgen aus einem Traum, in dem ich zusammen mit einer Freundin vor der Flut geflüchtet war. Im Traum waren wir in Hamburg und als die Flut kam und das Wasser stieg und immer höher und bedrohlicher wurde, liefen wir und liefen wir... Sie hatte dabei irgendwelche Dinge bei sich, von denen ich mich fragte, wieso das denn nun für sie wichtig sei und so musste sie dann auch Stück für Stück von diesen Dingen loslassen...

Muss jetzt leider meine Gruppe vorbereiten, aber heute Abend werde ich mich weiter darum kümmern.

Montag, 14. November 2005

Mein Sabbatical-Projekt

Schon seit Jahren hatte ich immer wieder mal diesen Wunsch/ Traum einer Auszeit, aber nun erst ist die Zeit gekommen, mich mit meinen Ängsten und Befürchtungen auseinander zu setzen.

Und so beschloss ich an diesem Morgen, das Ganze wie ein Projekt anzugehen - mein geheimes und nur hier veröffentlichtes Sabbatical-Projekt.

Plötzlich lag ich hellwach in meinem Bett und wusste: „Ich werde parallel zu meiner Arbeit an diesem Projekt ein Buch schreiben. Zunächst nur als eine Art Tagebuch und dieses später vielleicht über BOD veröffentlichen - aber erst, wenn mein Ziel erreicht ist.“

Ich sah den Titel des Buches vor mir und überlegte, ob ich für dieses Projekt in die neue Internet Ära der Weblogs einsteigen, dies aber wohl besser anonym (also mit anderer Email-Adresse)tun sollte. Dann fiel mir mein Pseudonym (Annamira Morgenrot) ein, in meiner Nase machte es plötzlich "bplup" und sie (ich) war plötzlich frei...

Die Angst vor dem Sabbatical

So merkte ich zum Beispiel, dass ich zwar ursprünglich an ein Jahr Auszeit gedacht hatte, doch plötzlich der Gedanke auftauchte:
Naja, es reicht auch ein halbes Jahr.
Hatte ich vorher an eine "richtige" Auszeit gedacht, so überlegte ich mir jetzt: Naja, ich kann ja zwischendurch auch mal ans Geschäfts-Phone gehen.

Ziemlich irritiert stellte ich fest: Ich habe Angst vor dem Sabbatical. Eigentlich nicht direkt vor dem Sabbatical, sondern vor den möglichen Folgen. Was, wenn ich mich mit dieser Auszeit selbst "aus dem Geschäft knocken" würde? Was, wenn sich nach einem Jahr keiner mehr an mich erinnern wird? Was, wenn alle meine Klienten und Kunden zu anderen Therapeuten oder Seminaranbietern abgewandert sind? Und wovon soll ich leben während dieser Zeit?

Ich bin selbstständig und lebe zwar nicht unbedingt "von der Hand in den Mund", aber auch nicht gerade mit großen Rücklagen. Und dann hab ich noch Mann und Kind zu ernähren...

Zweifel über Zweifel, Ängste über Ängste tauchten auf. Und mir wurde klar, dass ich diese erst einmal bearbeiten muss, bevor ich sozusagen im "kindlichen Glauben" (nach Bärbel Mohr) meine Bestellung abschicken und auf Erfüllung hoffen kann.

Bestellung ans Universum

Nachdem ich gerade wieder einmal den Kosmischen Bestellservice von Bärbel Mohr gelesen und mich ja schon berufsmäßig immer wieder mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, wusste ich natürlich, was zu tun ist: Ich brauchte nur eine Bestellung ans Universum aufgeben und dann sollte es schon klappen mit meinem Sabbatical.. Oder? So ganz wohl doch nicht, denn ich entsann mich, dass ich diese Bestellung schon des öfteren aufgegeben hatte.

Irgendetwas stimmte hier nicht. Also nix wie ran an die Ziel-Visualisierung, denn diese ist "das A und O" einer guten Ziele-Arbeit (nachzulesen in sämtlichen NLP-Büchern, Selbsthilfe-Ratgebern und unzähligen Werken der Weisheitsliteratur).

So begann ich also, mir vorzustellen, dass ich mein Ziel erreicht und meine ersehnte Aus-Zeit genießen würde. Doch -wie immer ich mich auch bemühte und was immer ich mir einfielen ließ- es wollte sich kein wirklich gutes Gefühl zu dieser Sache einstellen.

Das machte mich wirklich nachdenklich und nach einigem Forschen musste ich mir eingestehen: Ich habe Angst...

Ich hab die Nase voll

Am Freitag erwachte ich mit total "zuer" Nase und fragte mich: Tja, wovon hab ich denn wohl die Nase voll?
Diese Frage mag den einen oder anderen Leser verwundern, aber als Fulltime-Psychotherapeutin, Seminarleiterin und Coach stelle ich meist auch mir selbst die Fragen, die ich meinen Kunden stellen würde.

Die Antwort auf diese meine Frage kam dann auch prompt: Ich hab die Nase voll von Terminen und möchte einfach mal eine Auszeit- ein Sabbatical!

Okay, okay.... schon seit einiger Zeit tauchte zwischendurch immer mal wieder dieser Wunsch und diese Sehnsucht auf. Eine Zeit nur für mich. Raum, um die Dinge zu tun, die ich schon immer mal tun wollte oder (für mich als Macherin eher ungewohnt): Endlich einmal NICHTS tun.

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Zuletzt aktualisiert: 16. Jan, 09:59

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