Montag, 14. November 2005

Die Angst vor dem Sabbatical

So merkte ich zum Beispiel, dass ich zwar ursprünglich an ein Jahr Auszeit gedacht hatte, doch plötzlich der Gedanke auftauchte:
Naja, es reicht auch ein halbes Jahr.
Hatte ich vorher an eine "richtige" Auszeit gedacht, so überlegte ich mir jetzt: Naja, ich kann ja zwischendurch auch mal ans Geschäfts-Phone gehen.

Ziemlich irritiert stellte ich fest: Ich habe Angst vor dem Sabbatical. Eigentlich nicht direkt vor dem Sabbatical, sondern vor den möglichen Folgen. Was, wenn ich mich mit dieser Auszeit selbst "aus dem Geschäft knocken" würde? Was, wenn sich nach einem Jahr keiner mehr an mich erinnern wird? Was, wenn alle meine Klienten und Kunden zu anderen Therapeuten oder Seminaranbietern abgewandert sind? Und wovon soll ich leben während dieser Zeit?

Ich bin selbstständig und lebe zwar nicht unbedingt "von der Hand in den Mund", aber auch nicht gerade mit großen Rücklagen. Und dann hab ich noch Mann und Kind zu ernähren...

Zweifel über Zweifel, Ängste über Ängste tauchten auf. Und mir wurde klar, dass ich diese erst einmal bearbeiten muss, bevor ich sozusagen im "kindlichen Glauben" (nach Bärbel Mohr) meine Bestellung abschicken und auf Erfüllung hoffen kann.

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Zuletzt aktualisiert: 16. Jan, 09:59

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